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AMFLOW stellt zwei neue E-MTBs vor: PX und PR mit neuem Avinox-Antrieb
AMFLOW hat sein aktuelles Lineup um zwei neue Modelle erweitert — das PX und das PR. Beide Bikes setzen auf das neue Avinox-Antriebssystem, unterscheiden sich aber in ihrer Ausrichtung deutlich voneinander. Hier ein Überblick über das, was technisch relevant ist.

PX — maximale Leistung, konsequent sportlich
Das PX ist das leistungsorientierte Modell der beiden. Der neue Avinox-Antrieb liefert 1.500 Watt und 130 Nm — im Boost-Modus steigt das Drehmoment auf 150 Nm. Wer das Rad zum ersten Mal bewegt, merkt schnell: Diese Leistung verlangt nach Erfahrung. Selbst geübte EMTB-Fahrer berichten, dass das Hinterrad in steilem Gelände schnell die Traktion verliert. Das ist keine Kritik, sondern eine realistische Einschätzung dessen, was hier geboten wird.
Der Akku mit 700 Wh ist fest ins Unterrohr integriert. Das 12-A-Ladegerät bringt ihn in 1 Stunde 16 Minuten auf 80 Prozent, die volle Ladung ist nach 1 Stunde 46 Minuten erreicht. Wer mehr Reichweite benötigt, kann auf das neue Dual Battery System zurückgreifen: Ein Range Extender mit 600 Wh erhöht die Gesamtkapazität auf 1.300 Wh — ein Wert, der im Segment seinesgleichen sucht.
Gewicht in Rahmengröße L ohne Pedale: 21,1 kg. Das PX ist außerdem erstmals als Mullet-Setup erhältlich, mit 160 mm Federweg vorne und 150 mm hinten — eine Kombination, die mehr Agilität auf technischen Trails bringt.
Zwei Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl: 6.999 € und 9.999 €. Beide sind ab sofort verfügbar.
PR — entnehmbarer Akku als zentrales Merkmal
Das PR steht für "Powerful & Removable". Der entscheidende Unterschied zum PX: Der Akku lässt sich per Schlüssel entnehmen — unkompliziert, sauber verarbeitet, ohne Spiel im Rahmen. Wählbar sind zwei Kapazitäten, 600 Wh und 800 Wh, was das Modell vor allem für Fahrer interessant macht, die ihren Akku separat laden oder unterwegs tauschen möchten.
Das PR ist in zwei Varianten erhältlich. Das Carbon-Modell arbeitet mit 1.100 Watt und 110 Nm, im Boost mit 125 Nm. Das Carbon Pro bietet 1.300 Watt und 130 Nm, im Boost 1.500 Watt und 150 Nm. Das Gewicht liegt in Rahmengröße L ohne Pedale bei 22,7 kg — für ein vollständig ausgestattetes Bike mit elektronischer Schaltung und 800-Wh-Akku ein solider Wert.
Die Preise: 4.499 € für das Carbon-Modell, 5.899 € für das Carbon Pro. Beide Varianten sind zum Zeitpunkt des Launches noch nicht lieferbar, sollen aber in Kürze folgen.

Software — das stille Upgrade
Beide Modelle teilen dieselbe Software-Plattform, die gegenüber dem Vorgänger spürbar erweitert wurde.
Über Apple Find My lässt sich das Bike in das Apple-Ökosystem einbinden — zur Ortung, zum Abrufen des Akkustands oder zum Abspielen eines Tons. Die Navigation funktioniert nun direkt über das Display: Routen aus Komoot oder Strava lassen sich als GPX-Track einspielen und nachfahren, ohne zusätzliches GPS-Gerät.
Besonders erwähnenswert ist der Herzfrequenz-Modus. Per Brustgurt übermittelt der Fahrer seine aktuelle Herzfrequenz ans System und legt einen Zielbereich fest. Der Antrieb passt die Unterstützungsstufe daraufhin vollautomatisch an — bergauf wird mehr Unterstützung gegeben, auf flacherem Terrain entsprechend weniger. Das ist vor allem für alle relevant, die strukturiert trainieren oder konstant in einer bestimmten Belastungszone fahren möchten.
Darüber hinaus lassen sich individuelle Fahrmodi anlegen, benennen und farblich markieren.
Einschätzung
PX und PR bedienen klar unterschiedliche Bedürfnisse. Das PX richtet sich an Fahrer, die bewusst nach maximaler Leistung suchen und den Umgang damit beherrschen. Das PR bietet mit dem entnehmbaren Akku, einem stimmigen Komponenten-Paket und einem Einstiegspreis von 4.499 € ein überzeugendes Gesamtpaket für ein breiteres Publikum. Die Software-Neuerungen — insbesondere der Herzfrequenz-Modus und die integrierte Navigation — sind keine Randnotiz, sondern ein echtes Argument für beide Modelle.